Monthly archives "April 2020"

Mellifera e.V.

lucas

Der Verein Mellifera hat es sich zur Mission gemacht, Methoden zu entwickeln, um den Fortbestand der Honigbiene auch in nachfolgenden Generationen noch garantieren zu können.

Der Anlass für die Gründung des Vereins Mellifera e. V. war die ursprünglich aus Asien stammende Varroa-Milbe, die es zu bekämpfen galt, um ein großes Bienensterben zu verhindern. Parallel zur Vereinsgründung 1985 entstand die Imkerei Fischermühle als Lehr- und Forschungsimkerei. So kam es, dass Mellifera e. V. als erstes herausfand, dass man Oxalsäure gegen die Varroa-Milbe einsetzen kann. Darüber hinaus sorgte der Verein auch dafür, dass die EU 2003 ein Importverbot von Bienen und Bienenköniginnen erwirkte im Rahmen der sogenannten Bienenstock Kampagne. Diese sollte verhindern, dass der sogenannte Kleine Beutenkäfer nicht in andere Länder importiert werden und Bienenstöcke zerstören kann.

Angebote des Vereins Mellifera e. V.

Ein weiterer Schwerpunkt von Mellifera e. V. ist es, die Öffentlichkeit auf die Wichtigkeit der Bienenexistenz aufmerksam zu machen, weswegen der Verein auch eigene Zeitschriften zu dem Thema veröffentlicht und Projekte wie Bienen machen Schule und Respekt Insekt ins Leben gerufen hat. So lernt bereits die junge Generation einen verantwortungsvollen Umgang mit den Honigbienen.

Unterstützung des Vereins

Abgesehen von einfachen Spendenbeiträgen ist es bei Mellifera e. V. auch möglich, die Patenschaft für Blühflächen und Bienen zu übernehmen.

Nächstenliebe – Ein geflügeltes Wort?

lucas

Nächstenliebe ist ein weitreichender Begriff. Daraus ergibt sich auch die Frage: Wo fängt sie an und wo hört sie auf? Gerade heute, in Zeiten von Corona ist Nächstenliebe gefragt wie nie. Täglich hören wir es in den Medien: Wir müssen mehr denn je zusammenhalten! Die Politiker bitten, dass wir uns um alte Menschen kümmern, die vielleicht hilflos und alleine leben. Wir sollen ihnen unsere Hilfe in alltäglichen Dingen anbieten, wie Einkaufen, den Hund ausführen, Besorgungen machen.

Das ist gelebte Hilfsbereitschaft, das ist Nächstenliebe. Nächstenliebe kann in der momentanen Situation aber auch bedeuten, keine Corona-Partys zu feiern, das eigene Leben zugunsten anderer Menschen, besonders derer, die als Risikogruppen gelten, einzuschränken, um sie nicht anzustecken. Nächstenliebe kann aber auch ein Wort des Dankes an eine völlig überforderte Supermarkt-Angestellte sein, der wir unseren Respekt damit zollen. Nächstenliebe – Das kann sehr vieles bedeuten und sich in fast alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens auf diesem Planeten erstrecken.

Nächstenliebe als Beruf

Das Wort Beruf kommt von Berufung. Viele Menschen fühlen sich dazu berufen, anderen zu helfen. Damit ist in erster Linie das Pflegepersonal, wie etwa der Altenpfleger, der einer Seniorin dabei hilft, sich die Schuhe anzuziehen, gemeint. Aber generell auch alle, die in medizinischen Bereichen arbeiten. Auch sie haben ein besonderes Bedürfnis, anderen zu helfen, was ebenfalls eine Art von Nächstenliebe darstellt, auch wenn sie gegen Bezahlung stattfindet.

Schon in der Bibel ist die Rede von Nächstenliebe. Dies drückt sich sehr schön in dem Satz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ aus. Aber wie hat die Realität bisher ausgesehen? Seien wir ehrlich: Interessiert uns das Schicksal eines Menschen, der Tausende von Kilometer weit von uns weg wohnt, wirklich? Wenn er beispielsweise bei einem Erdbeben seine Nächsten verloren hat und hemmungslos in die Kamera weint? Es interessiert uns, vielleicht für den Moment, in dem wir den Bericht im Fernsehen vorgesetzt bekommen. Und danach? Es kann und es darf uns weiter interessieren, wie es diesem Menschen ergeht, wenn er alles verloren hat.

Wir können auch einen völlig fremden, in einem anderen Land lebenden, Menschen unsere Nächstenliebe erfahren lassen, zum Beispiel indem wir eine Geld- oder Sachspende leisten, um diesem Menschen beim Wiederaufbau zu helfen. Auch das ist Nächstenliebe. Nächstenliebe kann man auch einfach als Interesse am Anderen definieren. Dazu ist es nicht nötig, ihn zu lieben oder zu mögen. Es ist ein Aspekt der Menschlichkeit. Wir Menschen wurden vom Schöpfer mit Gefühlen ausgestattet und Gefühle sind da, um gelebt zu werden.

Jeder einzelne hat Bereiche im täglichen Leben, in denen er Nächstenliebe aktiv leben kann. Manchmal genügt bereits ein kleiner Blick über den Tellerrand, der uns die Augen öffnet. Oft ist die Möglichkeit nur einen Flügelschlag entfernt, und die anschließenden, dankbaren Blicke oder Worte des anderen sind oft wie Balsam für unser eigenes Wohlbefinden.