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Teller statt Tank: Wie Agrosprit die globalen Getreidepreise antreibt

wilma

Wenn de Tank d Chornchammere plündert

Agrotreibstoff wird oft als klimafreundlichi Alternative zu Benzin und Diesel verkauft. Doch wenn Weize, Mais, Raps, Sonnenblume oder Palmöl im Tank lande, verschiebt sich d Frag nach de Nachhaltigkeit sofort: Was söll uf wertvollem Ackerland wachse, Nahrung oder Energie? In Europa werde mittlerwile täglich rund 19 Millionen Fläsche Raps- und Sonnenblumeöl als Treibstoff verbrännt, wie d Deutsche Umwelthilfe dokumentiert. Das isch kei nebensächliche Nische, sondern e direkti Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion.

Während Regierige im globale Norde mit Biimischigsquote vermeintlich fürs Klima handle, spüred Mänsche im globale Süde d Folg vo steigende Agrarpriise, Landverlust und unsichere Versorgig. Agrosprit verursacht nöd jede Hungerkrise, und er isch au nöd de einzig Grund für Priissprüng. Chriege, Spekulation, Klimaschäde und unterbrochni Lieferkettene verstärched d Lage. Aber nahrigsbasierti Biotreibstoff schaffed e künstlichi Zusatznachfrag uf Märkt, wo für d Grundversorgig entscheidend sind. D These isch drum klar: Agrosprit triibt Getreide- und Pflanzenölpriise i d Höchi und bedroht besonders d Existenz vo Mänsche, wo scho vorher mit sehr wenig Einkommen uscho müend.

Cornfield in front of grain silos and an industrial processing plant
When food crops are diverted into fuel markets, energy policy can intensify pressure on staple prices and the land needed to produce them.

De Verdrängigswettbewärb uf de internationale Fälder

Ackerland isch nöd beliebig vermehrbar. E Fläche, wo Mais für Ethanol produziert, cha nöd gliichzitig Weize für Brot, Hülsenfrücht für d lokale Chuchi oder Fuetter für Tier liefere. D Konkurrenz lauft nöd nur zwüsche Nahrung und Energie, sondern au innerhalb vo de Landwirtschaft. Raps und Sonnenblume werde zu Öl verarbeitet, Mais landet im Tank oder im Trog, und Palmöl dient je nach Markt als Lebensmittel, Industrieprodukt oder Biokomponente. Sobald Energiepolitik d Nachfrage nach ere Kulturpflanze erhöht, stiege Priise und Pachtzün, und d Produktion verlagert sich dorthi, wo möglichst billig und grossflächig produziert werde cha.

Das schafft e klare Kettenreaktion. Höcheri Rohstoffpriise verteuere Öle, Futtermittel und verarbeitete Lebensmittel. Für wohlhabendi Haushält isch das ärgerlich, für arme Haushält cha es entscheide, ob no gnueg Nahrung uf em Tisch stoht. D Analyse vo de US-Notenbank zeigt, dass d weltwiiti Biotreibstoffproduktion i de zwei Jahr bis Juni 2008 de Maispriis um rund 27 Prozentpünkt, de Sojapriis um 21 Prozentpünkt und de Zuckerpriis um 12 Prozentpünkt erhöht het. Biotreibstoff isch demnach nöd für de ganze globale Priisanstieg verantwortlich gsi, aber für einzelni Kultuure het de Effekt spürbar bis massiv usgfalle.

Glichzitig wachse d ökologischi Choschte. Monokulture brauche viel Fläche, Dünger, Pflanzeschutzmittel und Wasser. Bi Palmöl führt d Expansion i tropische Regione zu Abholzig, Torfbode-Zerstörig, Bränd und em Verlust vo Lebensruum. E wissenschaftlichi Übersicht zur Palmölproduktion beschreibt die Zämehäng zwüsche Plantageusdehnig, Biodiversitätsverlust und soziale Konflikt ausführlich i de Universität Graz. Nachhaltigkeit cha nöd bloss über s Endprodukt definiert werde. Entscheidend isch, wo d Rohstoff wachse, wär über s Land entscheidet und weli Ökosystem debi verschwinde.

  • Nahrung: Weize, Mais, Raps und Sonnenblume werde direkt oder indirekt für d menschlichi Versorgig bruucht.
  • Fuetter: Energiepflanze verdränged Fläche, wo au für Tierfuetter und pflanzlichi Eiwiissquelle nötig wär.
  • Natur: Grossflächigi Monokulture schwäched Böde, Gewässer, Bestäuber und d biologische Vielfalt.
  • Klima: Abholzig, Torfabbau und intensivi Bewirtschaftig chönd d Klimabilanz vom Agrotreibstoff massiv verschlechtere.

Wie politischi Biimischigsquote d Marktmechanisme verzerred

Biimischigsquote sind staatlichi Vorgabe, wonach Treibstoffanbieter e bestimmte Anteil erneuerbari Energie i ihre Produkte mische oder e entsprechende Treibhausgasreduktion nachwiise müend. Das tönt nach ere technokratische Massnah, wirkt aber direkt uf de Agrarmarkt. Der Staat setzt damit e zusätzliche, politisch garantierte Nachfrage nach Rohstoff in Gang. Wenn Mineralölkonzern und Raffinerie dä Anteil erfülle müend, konkurriere sie mit Mühli, Lebensmittelindustrie und Tierhalter um gliichi Ware.

Unter normale Marktbedingige würd de Priis signalisieren, ob e Ernte knapp oder reichlich isch. E Quote legt jedoch e Mindestnachfrage fest, unabhängig devo, ob d Bevölkerung grad meh Nahrung bruucht, ob d Ernte dür Dürre sinkt oder ob d globale Lagerbeständ abnehmed. Händler wüssed, dass e Teil vo de Nachfrage politisch abgesicheret isch. Das cha Spekulation begünstige und Priissprüng verstärke. D erwähnti Federal-Reserve-Studie chunnt allerdings au zu ere wichtige Einordnig: Biotreibstoff het rund 12 Prozent vom globale Anstieg im IMF-Nahrigsmittelpriisindex erklärt, während fast 90 Prozent anderi Ursache gha hend. Seriösi Argumentation muess beides gleichzeitig säge: Agrosprit isch nöd de einzig Treiber, aber er verschärft d Konkurrenz und macht Märkt empfindlicher.

Besonders problematisch isch s Verhältnis zwüsche Energieertrag und Nährwertverlust. Pflanze speichere Sonnenenergie, aber sie liefered au Eiwiiss, Fett, Stärke, Mineralstoff und Vitamine. Wird e essbari Pflanze verbrännt, gaht dä Nährwert unwiderrueflich verlore. Selbst wenn Nebenprodukt wie Schlempe oder Pressrückständ als Fuetter verwendet werde, ersetzt das nöd automatisch d ursprüngliche Lebensmittelmenge. Es entstoht kei zusätzlechi Ernte, sondern e Umleitig vo wertvoller Biomasse. D Frage isch deshalb nöd nur, wie viel Energie pro Liter entsteht, sondern au, wie viel Nahrung, Bodenfruchtbarkeit und Fläche dafür geopferet werde.

Politischi Massnah Diräkti Marktfolgl Gesellschaftlichi Risike
Biimischigsquote Zusätzlechi Nachfrage nach Mais, Öl oder Zucker Höcheri Lebensmittel- und Fuetterpriise
Subventione Agrosprit wird künstlich konkurrenzfähig Öffentlechi Mittel stützed flächeintensivi Produktion
Exportorientierti Plantage Land wird uf e globale Energienachfrage usgrichtet Lokali Versorgig und Landrechte werde gschwächt
Schwachi Nachhaltigkeitskriterie Indirekti Landnutzigsänderige werde unterschätzt Abholzig und Biodiversitätsverlust chönd zuneh

Bitteri Realität für Chliibüürinne und Chliibure im Süde

Für Chliibüürinne und Chliibure im globale Süde isch Land nöd bloss e Produktionsfaktor. Es isch Ernährigsgrundlag, Wohnort, kulturelli Identität und oft d einzig Absicherig gegen Krisene. Wenn internationale Investore Land für Zuckerrohr, Jatropha, Mais oder Palmöl übernehmed, verändered sich d Machtverhältnis. Verträg werded teilweise über Jahrzehnte abgeschlossen, während d lokale Bevölkerig unvollständig informiert oder gar nöd konsultiert wird. Selbst wenn Arbeitsplätz entstönd, chönd sie d verlornige Selbstversorgung und d Abhängigkeit vo importierte Lebensmittel nöd kompensiere.

Die globale Landgrabbing-Debatte zeigt, dass d Flächen nöd immer direkt für de Tank bestimmt sind. Es längt, wenn d Produktion exportorientiert wird und d lokale Ernährung zruckdrängt. E Analyse zum europäische Biotreibstoffmodell berichtet, dass Afrika 2016 rund zwei Drittel vo de weltwiite Landdeals umfasst het. Für Deals, wo 2012 erfasst worde sind, sei i Afrika rund 66 Prozent vo de betroffene Fläche für Biotreibstoff vorgesehen gsi, aber nur rund 21 Prozent für Nahrung. Solchi Zahle müend im Kontext vom jeweilige Datensatz beurteilt werde, sie zeiged aber d Grössenordnig und d Richtung vo de Konkurrenz.

D Uswirkige sind diräkt: Weniger Land für lokale Hirse, Maniok, Bohne oder Mais bedeutet meh Abhängigkeit vo schwankende Weltmarktpriise. D UN-Ernährungsdebatte weist zudem druf hi, dass global grundsätzlich gnueg Nahrung produziert wird, aber Verteilige, Priise, Kriege und Zugang entscheidend sind. De Bericht über d globale Hungerkrise nennt Landraub, Spekulation, Futtermittelproduktion und Biotreibstoff als strukturelli Treiber. Hunger entstoht drum nöd, wil d Welt z wenig produzieren cha, sondern au wil Mänsche d Kontrolle über Boden, Märkt und Versorgigsweg verliered.

  • Landrecht: Lokali Gemeinschaft müend Landtitel, Nutzigsrecht und freie, vorgängigi sowie informierti Zuestimmig tatsächlich chönne durchsetze.
  • Versorgig: Landwirtschaftlichi Investitione sötted zuerst lokale und regionale Lebensmittelmärkt stärche, nöd bloss Exporterlös für internationale Abnehmer generiere.
  • Sortenevielfalt: Eigeni Saatgutsystem und robuste Mischkulture verringered d Abhängigkeit vo wenige Konzern und importierte Betriebsmittel.
  • Wertschöpfig: Chliibetrieb bruuched Zugang zu Kredit, Beratung, Lagerig und Märkt, damit sie nöd unter de Druck vo Grossplantage gerate.

D Schwizer Mitverantwortig und Handligsspielrüüm

D Schwiz produziert nöd im grosse Stil Ethanol oder Biodiesel us eige Getreide, aber sie isch trotzdem Teil vo de globalen Kette. Rohstoff, Pflanzenöl, Futtermittel, Treibstoffkomponente, Zertifikat und Finanzdienstleistige überschriited Grenze. D Schwizer Agrar- und Rohstoffbranche profitiert vo internationale Handelsströöm, während d ökologischi und sozial Belastig oft am Produktionsort im globale Süde sichtbar wird. D Frage nach de Mitverantwortig betrifft deshalb nöd nur Tankstelle, sondern au Handelsfirmen, Banken, Versicherige, Investore und d staatlichi Regulierung.

Au i de Schwiz zeigt sich e Widerspruch. Klimapolitischi Instrument sötted Treibhausgasemissione senke, chönd aber kontraproduktiv werde, wenn sie nahrigsbasierte Treibstoff fördered und indirekti Landnutzigsänderige nöd voll berücksichtige. E resilienti Lebensmittelversorgig bruucht gemäss de BOKU-Analyse zur Krisensicherheit regionali Verankerig, Bodenschutz, weniger Importabhängigkeit und e Landwirtschaft, wo ökologisch, sozial und wirtschaftlich tragfähig isch. D Schwiz cha d Zielkonflikt nöd mit schöni Label verschwinde la. Sie muess priorisiere, weli Nutzung vo Land und öffentliche Mittel tatsächlich dem Gemeinwohl dient.

Für Finanzplatz und Konsumente entstoht debi e konkrete Verantwortig. Finanzinstitut sötted offenlege, ob sie Plantage, Händler oder Infrastruktur finanziere, wo mit Landkonflikt, Abholzig oder nahrigsbasierte Agrosprit verbunde sind. Unternehmen müend Lieferkettene bis zur Produktionsfläche nachvollziehbar mache, statt sich uf Zertifikat und Durchschnittswerte z verlasse. Konsumente chönd Nachfrage nach Lebensmittel mit klarer Herkunft stärche, aber d Hauptverantwortig bliibt politisch: Einzelni Kaufentscheide chönd e verzerrti Marktordnung nöd ersetze.

  1. Lieferkettene prüefe: Bund und Unternehme sötted Herkunft, Landnutzig, Entwaldigsrisike und soziale Konflikt vo Biokomponente transparent dokumentiere.
  2. Falschi Anreiz abboue: Steuerlichi Begünstigunge und Quote für nahrigsbasierte Agrotreibstoff müend überprüeft und schrittwiis beendet werde.
  3. Finanzierigsregle verschärfe: Banken und Pensionskasse sötted verbindlichi Ausschlusskriterie für Abholzig, Landraub und Verletzige vo Landrecht anwände.
  4. Mobilität neu plane: Investitione sötted in Elektrifizierig, effizienti öffentliche Verkehrsmittel, Veloinfrastruktur und weniger Energieverbrauch fliessä.

Für e echti Agrar- und Mobilitätswändi ohni Cholehydrat im Tank

Eine glaubwürdigi Klimapolitik darf nöd d Emissione am Auspuff verschiebe und debi d Belastig uf Ackerland, Wälder und arme Haushält abwälze. Nahrigsbasierte Biotreibstoff verdiene kei pauschali Klimaprämie. Staatlichi Biimischigsquote, wo Weize, Mais, Raps, Sonnenblume oder Palmöl i de Energieverbrauch zwinge, sötted beendet werde. Das heisst nöd, dass jede biogene Ressource nutzlos isch. Abfall- und Reststoff, wo nöd mit Nahrung konkurriere und ökologisch sinnvoll verarbeitet werde, chönd separat beurteilt werde. Entscheidend isch, dass d Ausnahme nöd wieder zur Hintertür für neue Monokulture wird.

De Weg nach vorn liggt i echte Effizienz und ere Mobilität, wo weniger Energie bruucht. Elektrifizierig mit erneuerbarem Strom, dichter öffentliche Verkehr, sichere Veloweg, kompakteri Siedlige und weniger Individualverchehr senked d Nachfrage nach Treibstoff grundsätzlich. Parallel dezue muess d Landwirtschaft Böde schütze, Biodiversität fördere, lokale Märkt stärke und d Lebensmittelverschwendig reduziere. Für e politischi Wändi sind vor allem die folgende Prioritäte entscheidend:

  • Teller vor Tank: Ackerfläche für Nahrung und ökologisch notwendigi Fruchtfolge reserviere.
  • Quote abschaffe: Staatlich erzwungeni Nachfrage nach nahrigsbasierte Biotreibstoff beende.
  • Verkehr senke: Effizienti, elektrifizierti und öffentliche Mobilität konsequent usbaue.
  • Landrecht schütze: Landgrabbing verhindere und d Zuestimmigsrecht vo lokale Gemeinschaft verbindlich absichere.
  • Lieferkettene offelege: Finanz- und Handelsströöm so reguliere, dass Abholzig und Hunger nöd indirekt mitfinanziert werde.

Ernährig isch es Grundrächt und kei Rohstoffreserve für e ineffiziänte Verkehrspolitik. Wer globali Ernährigssicherheit ernst nimmt, muess d Priorität klar setze: wertvolls Ackerland dient zuerst de Mänsche, wo vo dere Ernte abhängig sind. Teller statt Tank isch drum nöd bloss e Schlagwort, sondern de Prüfstei für e Agrar-, Klima- und Mobilitätspolitik, wo ihrem Anspruch uf Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit tatsächlich gerecht wird.

Pro Natura

lucas

Die Naturschutzorganisation Pro Natura hat die Verantwortung dafür übernommen, sich für den Erhalt der Tierarten, der Lebensräume und des Pflanzenreichtums einzusetzen.

Als 1909 gegründete Organisation gilt Pro Natura als die älteste Naturschutzorganisation der gesamten Schweiz. Damals wurde sie in dem Bestreben gegründet, den ersten Nationalpark in der Schweiz zu schaffen. Dies gelang im Jahr 1914 mit der Eröffnung des Schweizer Nationalpark im Engadin. Seither betreut Pro Natura diverse Naturschutzgebiete und -zentren in der Schweiz.

Vorsätze von Pro Natura

Über die Jahre hinweg hat Pro Natura seine Ziele erweitert, sodass nun auch auf der Agenda die Möglichkeit steht, dass verbreitete Tier- und Pflanzenarten genügend Raum zum Ausbreiten haben können und solche gefördert werden sollen, die einst sehr verbreitet gewesen waren. Des Weiteren setzt sich die Naturschutzorganisation dafür ein, dass Alternativen zur Ausbreitung von Industrie und Mensch, die keine Zerstörung der Natur mit sich ziehen, gefunden werden. Durch das Informieren der Öffentlichkeit erhofft sich Pro Natura einen verantwortungsvollen Umgang des Menschen gegenüber Natur und Tierreich.

Projekte

Schoggitalerverkauf

1946 verkaufte Pro Natura zum ersten Mal sogenannte Schoggitaler, um so den Silsersee zu retten. Der Schoggitalerverkauf wurde immer mehr zur Tradition, sodass nun jedes Jahr von Neuem ein Projekt bestimmt wird, das mit dem Erlös der Schoggitaler unterstützt wird.

Wegbereiter für das Naturschutzgebiet Grande Cariçaie am Neuenburgersee

Um zu verhindern, dass eine Autobahnstrecke durch ein Teilgebiet des Neunburgersees gebaut wird, startete die Naturschutzorganisation eine Petition und sammelte Gelder, die dazu beitrugen, dass das Gebiet unberührt blieb. Später wurde aus genau diesem Gebiet das Naturschutzgebiet Grande Cariçaie am Neuenburgersee.

Moore als Naturschutzgebiete

Mithilfe der Schweizer Bevölkerung erwirkte Pro Natura 1987, dass künftig alle Moore zu Naturschutzgebieten erklärt werden.

Hallo Biber!

Dank des Projektes Hallo Biber, bei dem Flüsse renaturiert und neue Tümpel sowie Teiche angelegt wurden, konnte der Biber wieder in der Schweiz angesiedelt werden.

Unterstützung von Pro Natura

Wer die Naturschutzorganisation Pro Natura unterstützen möchte, kann dies in Form von Freiwilligenarbeit und Spenden tun.

Stiftung Umwelteinsatz

lucas

Die Stiftung Umwelteinsatz organisiert in der ganzen Schweiz Umwelteinsätze für Jung und Alt, um die Natur auch noch für künftige Generationen zu erhalten.

Mit den seit 1967 von der Stiftung Umwelteinsatz angebotenen Projekte für Schulklassen, Zivildienstleistende und naturfreudige Erwachsene, möchte die Organisation Menschen für die Natur und für die Fülle, die sie zu bieten hat, begeistern.

Umwelteinsatz als Schulklasse

Ab dem Alter von fünfzehn Jahren bietet die Stiftung Umwelteinsatz Schülern und Schülerinnen als Klasse an, eine Woche bei einer die Natur aufwertenden Aktion mitzuwirken. Dabei übernehmen die Jugendlichen wichtige Aufgaben für einzelne Ortschaften und deren Umgebung, indem sie beispielsweise bei der Rekonstruktion dessen behilflich sind, was durch Stürme und Lawinen zerstört worden ist, indem sie durch das Erneuern von Wegen oder das Pflanzen von Bäumen neue Lebensräume für Tiere zu schaffen.

Der Bau von Trockenmauern

Trockenmauern zu bauen ist eine Kunst, die früher sehr oft zum Einsatz kam, heutzutage jedoch weniger oft anzutreffen ist, obwohl sie sehr robust ist. Zivildienstleistende und Erwachsene, die einen interessanten Urlaub verbringen möchten, sind dabei in den Bau von Trockenmauern eng mit eingebunden. Damit sorgen sie dafür, dass natürliche Weideflächen und eine Art steinerner Schutzwall vor Erdrutschen und Lawinen entstehen.

Unterstützung

Fachpersonen zum Thema Umwelt, Ortschaften und bereits bestehende Organisationen werden dazu aufgerufen, mit Ideen zu unterstützen. Spendengelder finanzieren weitere Projekte.

Alpen-Initiative

lucas

Die Alpen-Initiative hat die Vision, die Alpen sowie ihre umliegenden Gebiete vor dem umweltschädlichen Straßenverkehr zu bewahren und wichtige Lebensräume zu erhalten.

Unter der Alpen-Initiative ist ein von Umweltaktivisten/-innen im Jahre 1989 gegründeter Verein zu verstehen, der sogenannte „Verlagerungspolitik“ betreibt. Damit ist gemeint, dass die bisher genutzten Kraftfahrstraßen in den Alpen ersetzt werden sollen durch lärmfreiere und kohlenstoffdioxidärmere Züge sowohl zum Waren-, als auch zum Personentransport.

Von der Straßen- zur Schienennutzung

Die Umlagerung des Verkehrs von Straßen auf die Schienen geht allerdings nur langsam voran. Immerhin hat die Alpen-Initiative dafür gesorgt, dass pro Jahr maximal 650.000 LKWs die Schweizer Alpenpässe befahren dürfen, und um die Zahlen der Lastwagen noch weiter zu reduzieren, hat der Verein die Regelung eingeführt, dass sämtliche LKW-Führer für jeden gefahrenen Kilometer auf solchen Straßen durch die Schweizer Alpen die sogenannte Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) bezahlen müssen.

Darüber hinaus protestieren die Mitglieder der Alpen-Initiative auch gegen die durch den CO2-Ausstoß verursachte Lebensraumzerstörung, die sowohl Pflanzen- und Tierwelt als auch die Menschen betrifft. Das Leben an Transitachsen verursacht Atemwegserkrankungen, Herzkrankheiten und erhöhten Blutdruck durch die Abgase sowie die ständige Lärmaussetzung. Besonders die Fichtenwälder leiden sehr stark unter der Klimaerwärmung, denn sie vertrocknen bedingt durch hohe Temperaturen und es kommt immer wieder zu Waldbränden.

Unterstützung der Alpen-Initiative durch den Umstieg auf Lokalprodukte, Mitgliedschaften oder Spenden.

Nächstenliebe – Ein geflügeltes Wort?

lucas

Nächstenliebe ist ein weitreichender Begriff. Daraus ergibt sich auch die Frage: Wo fängt sie an und wo hört sie auf? Gerade heute, in Zeiten von Corona ist Nächstenliebe gefragt wie nie. Täglich hören wir es in den Medien: Wir müssen mehr denn je zusammenhalten! Die Politiker bitten, dass wir uns um alte Menschen kümmern, die vielleicht hilflos und alleine leben. Wir sollen ihnen unsere Hilfe in alltäglichen Dingen anbieten, wie Einkaufen, den Hund ausführen, Besorgungen machen.

Das ist gelebte Hilfsbereitschaft, das ist Nächstenliebe. Nächstenliebe kann in der momentanen Situation aber auch bedeuten, keine Corona-Partys zu feiern, das eigene Leben zugunsten anderer Menschen, besonders derer, die als Risikogruppen gelten, einzuschränken, um sie nicht anzustecken. Nächstenliebe kann aber auch ein Wort des Dankes an eine völlig überforderte Supermarkt-Angestellte sein, der wir unseren Respekt damit zollen. Nächstenliebe – Das kann sehr vieles bedeuten und sich in fast alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens auf diesem Planeten erstrecken.

Nächstenliebe als Beruf

Das Wort Beruf kommt von Berufung. Viele Menschen fühlen sich dazu berufen, anderen zu helfen. Damit ist in erster Linie das Pflegepersonal, wie etwa der Altenpfleger, der einer Seniorin dabei hilft, sich die Schuhe anzuziehen, gemeint. Aber generell auch alle, die in medizinischen Bereichen arbeiten. Auch sie haben ein besonderes Bedürfnis, anderen zu helfen, was ebenfalls eine Art von Nächstenliebe darstellt, auch wenn sie gegen Bezahlung stattfindet.

Schon in der Bibel ist die Rede von Nächstenliebe. Dies drückt sich sehr schön in dem Satz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ aus. Aber wie hat die Realität bisher ausgesehen? Seien wir ehrlich: Interessiert uns das Schicksal eines Menschen, der Tausende von Kilometer weit von uns weg wohnt, wirklich? Wenn er beispielsweise bei einem Erdbeben seine Nächsten verloren hat und hemmungslos in die Kamera weint? Es interessiert uns, vielleicht für den Moment, in dem wir den Bericht im Fernsehen vorgesetzt bekommen. Und danach? Es kann und es darf uns weiter interessieren, wie es diesem Menschen ergeht, wenn er alles verloren hat.

Wir können auch einen völlig fremden, in einem anderen Land lebenden, Menschen unsere Nächstenliebe erfahren lassen, zum Beispiel indem wir eine Geld- oder Sachspende leisten, um diesem Menschen beim Wiederaufbau zu helfen. Auch das ist Nächstenliebe. Nächstenliebe kann man auch einfach als Interesse am Anderen definieren. Dazu ist es nicht nötig, ihn zu lieben oder zu mögen. Es ist ein Aspekt der Menschlichkeit. Wir Menschen wurden vom Schöpfer mit Gefühlen ausgestattet und Gefühle sind da, um gelebt zu werden.

Jeder einzelne hat Bereiche im täglichen Leben, in denen er Nächstenliebe aktiv leben kann. Manchmal genügt bereits ein kleiner Blick über den Tellerrand, der uns die Augen öffnet. Oft ist die Möglichkeit nur einen Flügelschlag entfernt, und die anschließenden, dankbaren Blicke oder Worte des anderen sind oft wie Balsam für unser eigenes Wohlbefinden.

Greenpeace Schweiz

lucas

Nachdem im Jahre 1971 die Umweltorganisation Greenpeace in Kanada gegründet wurde, gelangten ihre Ideen, die Welt vor einer Vergiftung durch Chemikalien zu bewahren und den Fortbestand von Ozeanen und Wäldern zu sichern, auch in die Schweiz, sodass 1984 die Greenpeace Schweiz gegründet wurde.

Hauptpfeiler der Greenpeace-Organisation ist Gewaltfreiheit, die mit jeglichen Aktionen einhergeht. So veranstaltet Greenpeace zwar kritische Kampagnen und Demonstrationen, jedoch gehen diese stets friedlich aus. Damit versucht die Umweltorganisation, die Menschen wachzurütteln und darauf aufmerksam zu machen, was in der Gesellschaft, in der wir leben, verändert werden muss, damit jedem Lebewesen ein wohlbehütetes Dasein geboten werden kann.

Greenpeace Schweiz und die Wälder

Besonders die Greenpeace Schweiz setzt sich stark für die Erhaltung der Wälder ein. Sie ist fest davon überzeugt, dass etwas dagegen getan werden muss, dass alle zwei Sekunden fast 7.000 Quadratmeter dem Erdboden gleich gemacht werden. In erster Linie setzt die Umweltorganisation auf Aufklärungsarbeit mithilfe von sozialen Medien, über die sie informationsreiche Texte veröffentlicht und kurze Videos hochlädt. Im nächsten Schritt geht es darum, in Aktion zu treten. So können Einzelpersonen beispielsweise an von der Greenpeace Schweiz organisierten Demonstrationen teilnehmen oder ihre Stimme abgeben für eine Petition.

Ähnlich wird auch bei einer Debatte zum Import von Fleisch und Futtermitteln wie Soja durch die Schweiz verfahren, die in vielen Fällen die Brandrodung von Wäldern zur Folge haben. Daher fordert die Greenpeace Schweiz nun unter Berücksichtigung der Verfassungsrichtlinien ein Einfuhrverbot für alle Waren, die sowohl Wäldern als auch Artenvielfalt zerstören. Um die Neuregelung einfordern zu können, benötigt die Umweltorganisation jedoch eine gewisse Anzahl an Unterschriften, die es über eine Petition zu erreichen gilt.

Unterstützung von der Greenpeace Schweiz

Die Unterstützung von Greenpeace Schweiz kann erfolgen in Form einer Spende, einer Mitglied- oder einer Patenschaft. Darüber hinaus sind auch Unterschriften unter einer Petition und die Teilnahme an Demonstrationen von großer Bedeutung.

BirdLife Schweiz

lucas

Da in den Augen der Naturschutzorganisation BirdLife Schweiz noch zu wenig getan wird vonseiten der Behörden und der Politik, haben es sich ihre Mitglieder zur Aufgabe gemacht, wichtige Lebensräume für Pflanzen und Tiere aufrechtzuerhalten und somit viele Vogelarten vor dem Aussterben zu bewahren.

Die 1922 gegründete Organisation BirdLife Schweiz umfasst mittlerweile schon 67 000 Mitglieder, die sich dafür einsetzen, dass unberührte Landschaften auch unberührt bleiben und der Bauwirtschaft Grenzen aufgezeigt werden. Darüber hinaus möchte BirdLife Schweiz die Menschen dazu bewegen, mehr Natur in dörfliche und städtische Gegenden zu bringen, unter anderem, um neue Siedlungsräume für Vögel zu schaffen.

Um die Öffentlichkeit in die Welt der Natur einzuführen, hat die Naturschutzorganisation mehrere Naturzentren errichtet und bietet vielfältige Programme für Kinder und Jugendliche an. So stellt BirdLife Schweiz beispielsweise Kurzfilme zu einzelnen Vogelarten zur Verfügung, veröffentlicht regelmäßig Ausgaben der Kinderzeitschrift Ornis junior und organisiert Kinder- und Jugendgruppen, die gemeinsam die Natur entdecken. Darüber hinaus findet regelmäßig ein Sommerlager für Kinder und Jugendliche von zehn bis siebzehn Jahren in der Natur statt. Zur Integration des Themas Naturschutz in den Schulunterricht hat BirdLife Schweiz sogar Schuldossiers angefertigt, die Lehrkräfte benutzen können, um ihren Unterricht zu gestalten.

Unterstützung von BirdLife Schweiz

Unterstützt werden kann BirdLife Schweiz sowohl durch Spendengelder als auch durch aktive Mitarbeit.