Die Brücke – Le pont

Die Brücke zum Süden – Le pont avec le Sud (kurz: Die Brücke – Le pont) ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine Brücke der Solidarität und Brüderlichkeit zwischen der Schweiz und einzelnen Entwicklungsländern, darunter die afrikanischen Länder Togo und Benin sowie die lateinamerikanischen Länder El Salvador, Honduras, Bolivien als auch Brasilien, zu bauen.

Die Konstruktion der Brücke

Alles begann damit, dass der Sozialverband Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Schweiz (auch KAB genannt) im Jahre 1956 die Brücke der Bruderhilfe, einen Vorreiter der heutigen Brücke – Le pont, gründete. Welchen Einfluss die Brücke der Bruderhilfe unter der Schirmherrschaft der KAB auf die Gesellschaft bezüglich Solidarität hatte, wurde knapp drei Jahre später deutlich, als die Schweiz zum ersten Mal am ersten Mai den Tag der internationalen Brüderlichkeit feierte. Dabei wurden Spenden gesammelt, um diverse Bildungseinrichtungen finanziell unterstützen zu können.

Parallel dazu startete der Christliche Gewerkschaftsbund (kurz: CNG) noch im selben Jahr eine Verkaufsaktion von Briefmarken, sogenannten Solidaritätsmarken, da mit dem Verkauf einer solchen Marke Arbeitnehmerorganisationen sowohl in Afrika als auch in Lateinamerika gefördert werden konnten. Im darauf folgenden Jahr legte der CNG Solidaritätsfonds an, auf welche Mitglieder des Verbandes monatlich den Stundenlohn eines in Afrika oder Lateinamerika Lebenden einzahlten, damit dieser Arbeitsschulungskurse besuchen konnte. Als der CNG zehn Jahre später die Stiftung CECOTRET ins Leben rief, erweiterte er die Wohltätigkeitsarbeit durch ein Zentrum für technische Zusammenarbeit und Entwicklung von Ausbildungsstrategien für Arbeiter/-innen in Entwicklungsländern.

1975 schlug die Brücke der Bruderhilfe Wurzeln in Zürich und trug zu Projekten mit dem Schwerpunkt Mission sowie Armutsbekämpfung bei. Rund zwanzig Jahre später schlossen sich die Stiftung CECOTRET und die Brücke der Bruderhilfe zur Brücke-Cecotret zusammen, wobei der Name zur Jahrhundertwende hin geändert wurde zu Die Brücke zum Süden – Le pont avec le Sud.

Arbeit in Würde als Ankerpunkt der Solidarität

Mit dem aktuell von Die Brücke – Le pont durchgeführten Entwicklungsprogramm Arbeit in Würde hilft die Organisation Menschen aus Südafrika auf ihrem Weg hinaus aus menschenverachtenden Arbeitsbedingungen hin zur Selbstbestimmung. Arbeit für Würde ist selbst noch einmal in 30 Projekte vor Ort unterteilt, darunter:

Abriendo puertas

Im Rahmen des in San Salvador durchgeführten Projektes Abriendo puertas ist eine Gewerkschaft aus Hausangestellten mit dem Namen Simuthres entstanden, die dazu da ist, dass die als Hausangestellte arbeitenden Frauen sich gegenseitig Mut machen und sich gemeinsam organisieren, um in Parlament und Öffentlichkeit positive Veränderungen hinsichtlich der Arbeitsbedingungen von Hausangestellten herbeizuführen. Somit wird menschenwürdige Arbeit zur Voraussetzung zur Armutsbekämpfung.

Culinaria

Während es in der brasilianischen Stadt Teresina nur so wimmelt von Gastronomien, ist vielen Jugendlichen das Arbeiten in menschenwürdigen Berufen verwehrt, aufgrund eines Mangels an Ausbildungsplätzen. Das Projekt Culinaria bietet daher 200 Jugendlichen pro Projektdurchlauf eine Ausbildung im Bereich Gastronomie an.

Kponno

Um der togolesischen Bevölkerung eine gesündere und kostensparendere Ernährung zu ermöglichen, zugleich aber auch lokale Getreideproduzenten und -verarbeiter, wie beispielsweise Bäcker, zu unterstützen, ebnet das Projekt Kponno Vermarktung und Produktion der heimischen Getreidesorten den Weg. Dadurch sind sowohl togolesische Produzenten als auch Konsumenten nicht mehr länger abhängig von den Importpreisen ausländischer Getreideanbieter.

Finanzierung

Die von Die Brücke – Le pont organisierten Projekte werden mittels privaten Spendengeldern sowie von Firmen, Stiftungen und Pfarreien bereitgestellten Beträgen finanziert.